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Heimatverein Luditz, Buchau, Deutsch-Manetin e. V.



Liebe Besucher,

der Heimatverein wurde 1999 von Josef Wabra, (2011) gegründet. Die Gründungsmitglieder waren vertriebene Egerländer. Der Heimatverein wurde nach dem Landkreis Luditz (Žlutice) benannt, dass die Gerichtsbezirke Buchau (Bochov) und Manetin (Manětín) beinhaltete.

 

Wir heißen Sie auf unserer Homepage auf das Herzlichste willkommen. Nun zur Lage und Geschichte des Heimatvereins:

 

Der ehemalige Landkreis Luditz liegt im östlichen Teil des heutigen Landkreises Karlsbad (okres Karlovy Vary) im heutigen Tschechien. Der Landkreis Karlsbad ist bekannt durch die Stadt Karlsbad. Karlbad (entdeckt und benannt durch Karl IV.) ist ein Kurort und bekannt durch seine heißen Quellen.

 

Das Gebiet des ehemaligen Landkreises, mit Sitz in Luditz, gehörte einst zum Egerland in Nordwestböhmen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges (1918) wurde das Egerland ein Teil der neu gegründeten Tschechoslowakischen Republik und ist seit 1993 Teil Tschechiens.

 

1938 besetzten laut Münchner Abkommen deutsche Truppen dieses Gebiet. Der vollständig besetzte politische Bezirk Žlutice trug fortan die frühere deutsch-österreichische Bezeichnung Luditz. Fortan führte er die politische Bezeichnung "Landkreis". Er umfasste die Gerichtsbezirke Buchau und die deutschsprachigen Gebiete des ehemaligen Gerichtsbezirks Manetin (im Politischen Bezirk Kralowitz), mit folgenden Gemeinden: Bernklau, Cisotin, Deutsch Doubrawitz, Hluboka (ohne die OT Kalec und Odlezly/Voitles), Kamenahora, Kotantschen, Krasch, Lukowa, Lusetin (ehemals OT von Wilkischau), Mösing, Netschetin, Potok, Preitenstein, Rabenstein an der Schnella, Ratka, Ratschin, Wilkischau (ohne OT Lusetin), Wirschin, Wisocan und Zwolln. Die Gebiete der Landkreise Luditz und Kralowitz (Rest) wurden förmlich in das Deutsche Reich eingegliedert. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in der Kleinstadt Luditz. In der Zeit ab zirka 1350 bis 1751 gehörte Luditz zum Saazer Kreis, 1751 bis 1850 zum Elbogener Kreis. Nach der Verwaltungsreform 1850 gehörte Luditz bis 1938 (also auch nach Gründung der Ersten Republik - Tschechoslowakei - im Jahre 1918) zum Politischen Bezirk Luditz (Zlutice) und dessen Gerichtsbezirk Luditz (Zlutice).

 

Von 1939 bis 1945 galt das Gesetz über den Aufbau der Verwaltung im Reichsgau Sudetenland (Sudetengaugesetz). So kamen die Landkreise Luditz und Kralowitz (Rest) zum Reichsgau Sudetenland und wurden dem neuen Regierungsbezirk Eger mit dem Sitz des Regierungspräsidenten in Karlsbad zugeteilt. Es wurde eine Neugliederung der teilweise zerschnittenen Kreise im Sudetenland verfügt. Auch wurden die Reste des Gerichtsbezirks Manetin (früherer politischer Bezirk Kralowitz) dem Landkreis Luditz einverleibt mit Ausnahme der beiden Gemeinden Hurkau und Zahradka. Diese traten zum Landkreis Mies. Dabei blieb es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

 

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges (Mai 1945) wurde das Sudetenland wieder ein Teil der Tschechoslowakischen Republik und erhielt zunächst wieder die alte Bezirkseinteilung.

 

Der Landkreis Luditz umfasste am 1. Januar 1945:

  • die 3 Städte Buchau, (Bochov) Chiesch (Chyse) und Luditz (Zlutice).
  • sowie 113 weitere Gemeinden. Um 1879 umfasste er 96 Gemeinden.

Das Gebiet des Landkreises Luditz zählte

  • 1910 28.906 Einwohner (562 Tschechischsprachige und 112 Anderssprachige oder Staatsfremde)
  • 1930 32.760 Einwohner,
  • 1939 30.157 Einwohner
  • 1947 15.523 Einwohner.

(Quelle: Wikipedia)


Luditz

Fünf Kilometer nördlich von Luditz verläuft die Nationalstraße 6 von Eger (tsch.: Cheb) über Karlsbad (tsch.: Karlovy Vary) nach Prag (tsch.: Praha).

Die Entfernung (Luftlinie) nach Karlsbad beträgt 25 km Richtung Nordwest. Die Gemeinde liegt an einem Südosthang südlich des Duppauer Gebirges (tsch.: Doupovské Hory) und nordöstlich des Tepler Hochlands (tsch.: Tepelská vrchovina), in einer Höhe von etwa 450 m über dem Meeresspiegel. Durch den Südteil der Stadt fließt die Schnella (Střela). Westlich der Stadt befindet sich die Trinkwassertalsperre. Südlich der Stadt erhebt sich der Berg Nevdĕk und im Südosten der Wladarsch (Vladař).

 

Eingemeindet sind sieben Nachbarorte: Knönitz (tsch.: Knínice), Protowitz (tsch.: Protivec), Ratiworz (tsch.: Ratiboř), Groß Werscheditz (tsch.: Verušice), Paßnau (tsch.: Veselov), Wladarsch (tsch.: Vladořice) und Sahorsch (tsch.: Záhořice).

 

Durch den Bau der Talsperre zwischen 1965 und 1968 verschwanden die Ortschaften: Mariastock (tsch.: Skoky), Dollanka (tsch.: Dolánky) und Lindles (tsch.: Mlyňany).

 

Die Partnerstadt ist Warmensteinach.


Luditz wurde während der slawischen Besiedlung als Handelsstation am wichtigen Handelsweg von Prag nach Eger errichtet. Erstmals wird der Ort 1186 in der Literatur erwähnt.

 

Die im Landkreis gesprochene Egerländer Mundart gehörte zur nordbayrischen Sprachvariante.

 

 

(Foto: Schlosstor, 2. Hälfte des 18. Jhd. (Quelle: Patmátky a přiroda Karlovarska)

 

Eine Besonderheit von Luditz ist der touristisch erschlossene Teil der hiesigen Unterwelt, in dem sich auch ein kleines Theater und ein Lapidarium befinden. Zu seinen namhaften Baudenkmalen gehören die Kirche St. Peter und Paul aus dem Jahre 1435, sein Rathaus und das Schlosstor. In Luditz gibt es auch ein Städtisches Museum mit einer dem Hussitentum gewidmeten Ausstellung mit seinem Glanzstück – dem wertvollen "Luditzer Kantional" (Chorbuch).

Quelle: (http://www.zivykraj.cz/de/stadte-und-gemeinden/zlutice-4312)


Nach der Vertreibung der Sudetendeutschen aus dem Landkreis Luditz (ab 1945) übernahm Bad Sooden-Allendorf 1961 die Patenschaft über die Sudetendeutschen aus der Stadt und dem ehemaligen Landkreis Luditz. Die Heimatstube befindet sich im Heimatkundemuseum. 

 

Seit 2010 gibt es laut Konrad Pätzold (ehem. Kreisbetreuer im Heimatkreis, † 2017) eine Vereinbarung über den Fortbestand der Luditzer-Kreis-Heimatstube bei dem "Verein für Heimatkunde" in BSA.

 

Wer sich die schönen Heimatsachen ansehen möchte und etwas über unsere Geschichte erfahren möchte, kann gerne einen Termin bei Herrn Rademacher (Tel.: 05652/3762) vereinbaren.



Buchau (tschechisch: Bochov) gehört ebenso zu unserem Heimatkreis und ist 13 km in Richtung Nordwest entfernt von Luditz. Der Ort entstand Ende der 40er Jahre des 14. Jahrhunderts auf dem Handelsweg von Prag nach Elbogen (tsch.: Loket).

 

Unweit der Gemeinde befinden sich die Ruinen der Burg Hartenštejn und die Reste der Burg Hungerberg

 

Die Patenstadt ist Pappenheim (seit 1953).



Manetin (tschechisch: Manětín) gehört ebenso zu unserem Heimatkreis und ist 16 km in Richtung Süden entfernt von Luditz. Die als Barockperle Westböhmens bezeichnete Stadt befindet sich 29 Kilometer nordwestlich von Pilsen (tsch.: Plzeň) und gehört zum Pilsner Bezirk (okres Plzeň). Die Stadt liegt in den nordwestlichen Ausläufern des Rakonitzer Hügellandes im Tal des Manetiner Potok. Hausberg der Stadt ist der langgestreckte Klumer Berg (tsch.: Chlumská Hora) (650 m) im Nordwesten. In Manetin kreuzen sich die Staatsstraßen 201 zwischen Plan (tsch.: Planá) und Kralowitz (tsch.: Kralovice) sowie die 205 zwischen Tuschkau (tsch.: Město Touškov) und Luditz.

 

Die Stadt Manětín wird als Barockperle Westböhmens bezeichnet. Zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt gehören:

 

Eingemeindet sind 14 Nachbarorte: Hurz (Horec oder Zhořec), Mösing (Mezí), Lukowa (Lukova), Aujezdl (Újezd), Lippen (Lipí), Rading (Radějov)Ladmeritz (Vladměřice), Böhmisch Doubrawitz (Česká Doubravice), Brdo (Brdo), Ratka (Hrádek), Wisotschan (Vysočany), Kotantschen (Kotaneč), Zwolln (Stolny) und Rabenstein an der Schnella (Rabštejn nad Střelou)



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